Osteopathie

Osteopathie für Hunde, Katzen & Pferde

Osteopathie am Pferd
Osteopathie am Pferd

Was ist Tierosteopathie?

Zunächst die Wortherkunft: Osteon, griech. = Knochen und Pathos, griech. = Leiden.

Die Tierosteopathie ist eine der wirksamsten Behandlungsmethoden für die Leiden unserer Haustiere.

Wissen Sie, woraus sie besteht?

Die Osteopathie ist eine manuelle Heiltherapie, bei der nicht nur die Knochen, sondern auch andere Körperteile wie Muskeln, Organe oder Gewebe behandelt werden. Ihr Ziel ist die Beseitigung der Ungleichgewichte, die den Körper an der Heilung hindern. Die Tierosteopathie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und geht davon aus, dass der Körper die Fähigkeit hat, sich selbst zu heilen, indem er Blockaden auflöst und auf einem höheren Niveau funktionieren kann.

Warum Osteopathie für Ihr Tier?

 
Osteopathische Behandlung eines Pferderückens

Hund und Pferd werden oft sportlich genutzt. Auch Familienhunde werden von uns mental sowie körperlich ausgelastet, um sie artgerecht zu halten.

Wer joggt nicht gerne mit seinem Hund oder fährt Fahrrad mit ihm?

Der Gehorsam wird trainiert, wir machen Schutzdienst oder Agility mit unseren Hunden. Einige Hunde werden auch als Therapiehund, Rettungshund oder Diensthund ausgebildet.

Bei Pferden kommen noch die Haltungsbedingungen, wie z. B. Stallhaltung hinzu, die nicht unbedingt an die Bedürfnisse des Pferdes angepasst sind. Wir gehen mit ihnen auf Turniere und zu Wettkämpfen. Ihnen werden Leistungen wie von einem Hochleistungssportler abverlangt.

Diese körperlichen Anforderungen, Stress und Druck, um die Ziele zu erreichen, können vom Tier nicht lange kompensiert werden. Bei den Tieren kann es z. B. zu einer Läsion in der Wirbelsäule, muskulären Verspannungen, Fehlhaltungen oder zu einem Magen-Darm-Problem kommen. Eine osteopathische Behandlung macht hier großen Sinn. (Eine „Läsion“ ist in diesem Fall eine Verletzung innerhalb der Struktur eines Wirbels, der Bewegungseinschränkungen zur Folge hat.)

Folgen von Fehlhaltung und anderen Auffälligkeiten können bei regelmäßiger Behandlung erkannt, frühzeitig behandelt werden und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihres Tieres erhalten.

Sie als Besitzer werden bei meinen Therapien immer mit „Hausaufgaben“ eingebunden, damit wir das beste für Ihr Tier rausholen.

Das Behandlungsziel erreichen wir nur gemeinsam.

Geschichte der Osteotherapie

Der Mensch hat schon immer versucht, Schmerzen durch bestimmte Behandlungen mit den Händen zu lindern.

Bereits vor über 4000 Jahren wurden im indischen und asiatischen Raum Menschen mit gekonntem „Handanlegen“, also bestimmten Handgriffen behandelt. Leider ist im Laufe der Jahrhunderte gerade in Mitteleuropa vieles verloren gegangen. Erst in der Neuzeit wurden in Europa und Nordamerika sogenannte „Knochenbrecher“ oder „Renker“ bekannt, die ihr Wissen nur innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergaben.

Auf dem nordamerikanischen Kontinent entwickelten sich Ende des neunzehnten Jahrhunderts die Osteopathie und die Chiropraktik mehr oder weniger gleichzeitig.

 

Prinzipien der Osteopathie

Als Begründer der Osteopathie gilt der Arzt Dr. Andrew Taylor Still.

Durch mehrere persönliche Schicksalsschläge verlor er sein Vertrauen in Arzneimittel und betrachtete den Menschen ganzheitlich. Er schaute sich die Beziehung zwischen Struktur und Form an und wie die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Zusätzlich zog er noch die arterielle Regel hinzu. Er wusste aus seinen Untersuchungen, dass eine unzureichende Durchblutung den Körper anfällig gegenüber Erkrankungen macht.

Auf diesen vier Prinzipien beruht die Osteopathie.

Erst später entdeckte Still, dass viele Krankheiten durch Bewegungsverlust an Muskeln, Gelenken, inneren Organen und Faszien hervorgerufen wurden und dann auch ausbrachen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Osteopathie und die Chiropraktik trotz anfänglicher rechtlicher Schwierigkeiten der allgemeinmedizinischen Ausbildung in den USA gleichgestellt.

Den nächsten wichtigen Schritt in der Osteopathie läutete William Garner Sutherland ein.

Er entdeckte als „dritten Rhythmus“ neben Atmung und Herzschlag eine „Pulsation“ (rhythmischer Puls) am Schädel. Alle drei Rhythmen existieren unabhängig voneinander. Später kam er der Ursache auf den Grund. Eine Bewegung der Schädelknochen verursacht diese Pulsation durch Produktion und Resorption der Rückenmarks- und Gehirnflüssigkeit.

 

Weiterentwicklung der Osteopathie

John Upledger entwickelte auf dieser Grundlage die Cranio-Sacral-Therapie.

J. P. Barral entwickelte noch später die viszerale (Organe betreffende) Therapie.

Auf das Tier wurden die osteopathischen Techniken erst in den 1970er-Jahren vom Tierarzt Dr. D. Giniaux übertragen. Vervollständigt wurden sie später durch P. Evrard (Osteopath und Reiter).

Für Pferde wurde 1997 die erste Ausbildungsstätte für Osteopathie in Deutschland gegründet. Erst 2005 erfolgte dann der Schritt von der Pferdeosteopathie zur Hundeosteopathie.

Häufige Fragen zur Behandlung:

Es wäre schön, wenn sie vor einer Behandlung mit Ihrem Tier rausgehen würden und es sich erleichtern kann. Eine leere Blase und ein evtl. leerer Darm machen das Tier nicht so nervös. Es ist ruhiger, wenn keine volle Blase oder ein voller Darm drücken.

Das ist von der Art der Behandlung und der Problematik abhängig.

Grundsätzlich empfehle ich kein anstrengendes Training oder Toben am selben und darauf folgenden Tag. Leichte und freie Bewegung ist hilfreich.

Bei Sporttieren kann ein normales leichtes Training durchgeführt werden. Es sollen aber keine Topleistungen abgerufen werden, außer die Behandlung dient einer Wettkampfvorbereitung und der Körper des Tieres ist die Behandlungen gewohnt.

Durch die Behandlung lösen wir Verspannungen und ändern dadurch die Statik des Tieres. Die Statik entspricht jetzt wieder dem „normalen“ Zustand. Das Tier muss sich jetzt erst wieder an die neue/alte Statik und das neue Bewegungsgefühl gewöhnen. Das Gehirn braucht etwas Zeit, um die neuen physiologischen Bewegungsmuster als solche abzuspeichern.

Der Stoffwechsel wird auch durch die Behandlung aktiviert und es werden Stoffwechselabfallprodukte abtransportiert. Aus diesem Grund kann Ihr Tier Muskelkater bekommen. Viel Bewegung in Form von Spazier- oder Weidegängen kann Ihrem Tier helfen.

Die bei der Behandlung gesetzten Reize werden vom Körper Ihres Tieres verarbeitet.

Aus diesem Grund kann Ihr Tier nach einer Behandlung müder sein als gewöhnlich und schläft mehr.

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Physiotherapeutin Osteopathin Chiropraktikerin

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