Chiropraktik

Chiropraktik für Hunde, Katzen & Pferde

Hunde sind ein Teil des Lebens vieler Familien. Wir alle wollen das Beste für den besten Freund des Menschen. Deshalb machen wir uns große Sorgen um ihre Gesundheit. Wie die Humanmedizin entwickelt sich auch die Veterinärmedizin immer weiter.

Heutzutage wollen wir Krankheiten bewusster vorbeugen. Wenn eine Krankheit auftritt, erstreben wir die bestmögliche Behandlung. Deshalb arbeiten Tierärzte und Therapeuten weiter daran, das Leben der Tiere und die Dienstleistungen für ihre Besitzer zu verbessern.

Pferd lahmt: Der Rücken kann die Ursache für die Schmerzen sein

Die Chiropraktik bei Hunden, Katzen und Pferden ist eine Folge dieses Trends.

Viele Menschen sind mit verschiedenen Problemen ihrer Hunde konfrontiert, die nicht gut behandelt zu werden scheinen. Das betrifft Symptome wie Schmerzen, Apathie, verändertes Verhalten, veränderte Körperhaltung, verminderte Leistungsfähigkeit, mangelnde Koordination, Steifheit, Lahmheit, Muskelschwund, Schwierigkeiten beim Springen oder Einsteigen ins Auto, orthopädische Probleme wie Hüftdysplasie oder Probleme nach Operationen. Diese Symptome sind mit konservativer Medizin oft schwer zu behandeln. Mit Chiropraktik können wir jedoch viele dieser Probleme lösen.

Was ist Chiropraktik?

Die Chiropraktik ist eine manuelle Therapie, bei der die biomechanische Dysfunktion der Wirbelsäule und ihre Auswirkungen auf das Nervensystem untersucht und behandelt werden.

Eine Nervenfunktionsstörung tritt auf, wenn eine biomechanische Veränderung der Wirbelsäule vorliegt.

Mit chiropraktischer Behandlung wird die normale Funktion der Wirbelsäule wiederhergestellt. Sie hilft dem Nervensystem, richtig zu funktionieren und gesund zu bleiben.

Die Chiropraktik ist eine „integrierte Therapie“, d. h. sie arbeitet mit der traditionellen Tiermedizin zusammen und ersetzt sie nicht. Sie gibt Diagnose und Behandlung von Wirbelsäulen- und biomechanischen Problemen eine neue Bedeutung. Sie hilft, die Schmerzquelle zu beseitigen.

Was ist ein vertebraler Subluxationskomplex?

Es handelt sich um die funktionelle Fehlstellung eines Wirbels (lateinisch „Vertebra“) oder die eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenkfacetten des Wirbels selbst.

Der Hund verliert die normale Funktion seiner Wirbelsäule, dadurch wird die Leistung beeinträchtigt und Schmerzen, Muskelverspannungen und Steifheit sind die Folge.

Der vertebrale Subluxations-Komplex beeinträchtigt die von der Wirbelsäule ausgehenden Nerven und stört die Informationen innerhalb des gesamten Nervensystems gestört werden.

Der Hund entwickelt Kompensationen in Form von Schonhaltungen, die wiederum Gelenke, Sehnen und Bänder belastet und schlussendlich zu weiteren Verletzungen führt.

Welche Symptome können wir bei Kleintieren feststellen?

Bei Kleintieren gibt es eine Reihe von Symptomen, die auf eine Subluxation hinweisen. Die häufigsten Anzeichen sind Schmerzen, Funktionsstörungen und Anomalien in Bewegung und Körperhaltung.

  • Schmerzen in der Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule und Hüfte
  • abnorme Körperhaltung
  • Schwierigkeiten bei der Ausübung von Sport
  • Anzeichen von Schmerzen bei der Ausführung einer Bewegung
  • Abneigung gegen Bewegung, Treppensteigen oder Springen
  • abgenutzte Krallen an einer oder mehreren Gliedmaßen
  • Muskelschwund
  • eingeschränkte Mobilität und Flexibilität
  • veränderte Sitzposition
  • nur auf einer Seite liegen
  • „Leck-Granulom“ an Gliedmaßen
  • wiederkehrende Infektionen
  • Änderung des Verhaltens
  • Überempfindlichkeit gegen Berührungen
  • Schwierigkeiten bei der Durchführung bestimmter Übungen
  • abnormale rhythmische Atmung
  • ständiger Juckreiz in einigen Bereichen
  • wiederkehrende Verdauungsprobleme
  • verminderte Propriozeption (= Tiefensensibilität. Sie befähigt den Körper zur Stellungs- und Haltungsrichtung, zur Koordination.)
  • Harn- oder Stuhlinkontinenz
  • etc.

Nützlichkeit der chiropraktischen Behandlung bei Kleintieren

Arthrose beim Hund: Chiropraktische Behandlung kann helfen

Alle Tiere sollten regelmäßig tierärztlich und chiropraktisch behandelt werden, um Krankheiten vorzubeugen und ihre Gesundheit zu erhalten.

  • Spondylose
  • Dysplasie
  • Lahmheit
  • Ischiasneuralgie
  • sympathische und parasympathische Neuropathie
  • Parese (= Lähmung)
  • Bandscheibenvorfälle
  • Wirbelsäulentrauma
  • Schwimmer-Syndrom
  • Horner-Syndrom
  • Leck-Granulom
  • Cauda-Equina-Kompressions-Syndrom
  • Arthrose
  • Sporthunde, um ihre Leistung zu optimieren
  • geriatrische Patienten
  • als Präventivmaßnahme zur Erhaltung der Gesundheit
  • usw.

Ziele der chiropraktischen Behandlung

  • Wiederherstellung der normalen Beweglichkeit der Wirbelsäule
  • Unterstützung der Funktionalität des Nervensystems
  • Verbesserung von Koordination und Propriozeption ((Erklärung?))
  • Beseitigung der Quelle eines Schmerzes
  • guter Gesundheitszustand
  • Optimieren der sportlichen Leistung

Geschichte der Chiropraktik

Manuelle Therapien werden tatsächlich seit über 5000 Jahren angewandt. Die ersten Aufzeichnungen über die Kunst der „Manipulation“ stammen aus chinesischen „Kong-Fou-Dokumenten“ aus dem Jahr 2700 v. Chr. Griechische Dokumente aus dem Jahr 1500 v. Chr. zeigen Manipulationstechniken bei Rückenschmerzen.

Zigeuner waren schon immer für ihre Fähigkeit zur manuellen Behandlung von Schmerzen bekannt. Auch in Asien und Ägypten gab es bereits Techniken zur Manipulation der Wirbelsäule. Die Indianer Nord-, Mittel- und Südamerikas verwendeten manipulative Techniken als integralen Bestandteil ihrer Heilmethoden.

Der große griechische Philosoph und Physiker Hippokrates (460 v. Chr.) schrieb über 70 Bücher, in denen er die Wirbelsäulenmanipulation als Behandlungsmethode für verschiedene Krankheiten bezeichnete und von der angeborenen Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung sprach.

Die moderne Chiropraktik allerdings wurde erst von D. D. Palmer begründet, einem amerikanischen „Magnetheiler“, der meinte, dass pathologische Vorwölbungen des Rückens zu verschiedenen Krankheiten führen. Sein erster Patient war Harvey Lillard, der seit 17 Jahren taub war. Palmer diagnostizierte einen Knoten in dessen Nacken, manipulierte den Nacken und stellte das Hörvermögen des Patienten wieder her. Seine zweite Patientin war eine Frau mit Herzproblemen, die sich, wie die Ärzte damals sagten, nach der dorsalen Manipulation „auf wundersame Weise“ besserten.

Vor etwa 25 Jahren studierte eine amerikanische Tierärztin die Chiropraktik beim Menschen und übertrug ihr Wissen über die menschliche Chiropraktik auf Tiere.

Häufige Fragen zur Chiropraktik:

Da es abhängig ist von der Diagnose, den Symptomen, wie lange das Problem schon besteht,
der Art der Behandlung und der Reaktion der Tiere auf die Behandlung variiert es von Fall zu Fall.
Bei akuten Problemen sind die Intervalle der Behandlungen kürzer als bei chronischen. Bei chronischen Problemen braucht der Körper Zeit, den Input der Behandlung zu verarbeiten.

Es ist empfehlenswert, dass der Besitzer bei der Behandlung anwesend ist, da viele Tiere ruhiger und entspannter sind.
Der Besitzer kann so auch mitverfolgen, wie sein Tier behandelt wird und der Therapeut kann dem Besitzer Erklärungen geben, sowie Instruktionen (Hausaufgaben) erteilen.
Da es auch Tiere gibt, die ruhiger und konzentrierter bei der Behandlung sind, wenn der Besitzer nicht anwesend ist, wird vor der Behandlung die Anamnese aufgenommen und nach der Behandlung das weiter vorgehen besprochen.

Nein. Die Tierphysiotherapie wird auch präventiv eingesetzt.
Jedes Tier sollte 1-2x im Jahr physiotherapeutisch durchgecheckt werden, um frühzeitig Auffälligkeiten festzustellen und zu behandeln.

Als regelmässige Prävention bei :
Sport- oder Arbeitstieren zur Vorbeugung von Verletzungen oder zur Vor- und Nachbereitung von Prüfungen oder Wettkämpfen.
Älteren Hunden um sie länger fit und agil zu halten.
Welpen und Junghunden, um Auffälligkeiten am Skelett und der Muskulatur frühzeitig zu erkennen und entgegenwirken zu können.

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